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(wlr) Die Jubiläums Hobbykunst-Ausstellung der Etzenrichter Frauen-Union fällt, wie so viele Veranstaltungen, dem Corona Virus zum Opfer.

 

Die 30. Ausgabe sollte es werden und so machten sich die Vorstandsmitglieder der FU schon im letzten Herbst viele Gedanken, wie sie dieses Jubiläum gebührend feiern können.

Aber dann kam die Corona Krise und dazu auch gleich Überlegungen, wie es denn bis zum Herbst werden würde und was man tun könnte, um allen Ausstellern und Besuchern gleichermaßen Sicherheit, Kurzweil und Wohlgefallen anbieten zu können. Aber das gesamte Dorfleben steht immer noch weitestgehend still und im Laufe der Zeit musste doch die Feststellung getroffen werden, dass es nicht möglich ist, die Abstandsregelungen im Verkaufsbereich in der Turnhalle und auch in der Cafeteria zu gewährleisten. Dazu kam noch die Mitteilung, dass die Turnhalle bis auf Weiteres nur für den Schulbetrieb genutzt werden dürfe, was die Entscheidung, die Veranstaltung ausfallen zu lassen, letztendlich manifestierte.

Vor 30 Jahren waren die FU-Frauen noch jung und voller Tatendrang und überlegten sich ständig, was man der Bevölkerung neues bieten könnte und so entstand auch diese Traditionsveranstaltung, die weit über die Grenzen Etzenrichts bekannt wurde.

Die erste „Ausstellung“, wie es damals tatsächlich eine war, wurde auf Anregung, Planung und Initiative von Sylvia Wallinger, für die Frauen schon ein voller Erfolg. Fast 300 Besucher kamen da schon ins Heim-St.-Nikolaus und freuten sich über die vielen Kunstgegenstände, die seinerzeit von Etzenrichtern-innen gezeigt wurden. Versteckte Talente und leidenschaftliche Bastler zeigten, was sie im stillen Kämmerlein alles kreirten und so begeisterten beim Startschuss Melanie Weiß, Christine Gogolka, Ilie Beldean, Anneliese und Dieter Neumann, Margit Anspann, Hanni Heberlein, Annemarie Bergler, Ludwig Meier, Karl Seiler, Marie-Luise Krauß, Astrid Spitzkopf, Angela Prölß, Inge Michler und Sylvia Wallinger mit ihren Kunstgegenständen. Die ehemalige Vorsitzende Inge Toth rief am Ende dazu auf, verborgene Talente sollten sich gerne für das nächste Jahr anmelden, denn die Besucher wollten mehr und vor allem auch gerne etwas kaufen.

In den darauf folgenden Jahren verselbständigte sich die Beliebtheit der Etzenrichter Hobbykunst-Ausstellung und das Pfarrheim platzte aus allen Nähten und bot nicht mehr genügend Platz für die vielen Hobbykünstler und auch die immer mehr werdenden Besucher.

Im Jahr 2001 folgte dann, dank positiver Zusage der Gemeinde, der Umzug in die Turnhalle der Ludwig-Meier-Schule und damit eine Vergrößerung des beliebten Kunstevents, an dem sich nun auch der Kindergarten und die Schüler der Einrichtung, sehr erfolgreich beteiligten. Fast ständiger Begleiter, über die vielen Jahre, wurde auch die Aquarellgruppe um Ernst Landgraf und später um Anne Rodestock. Das Kunstangebot wechselte von Jahr zu Jahr, wobei es doch einige ganz treue Aussteller gibt, die besonders die familiäre Atmosphäre und das freundliche Ambiente lieben und viele davon kommen mittlerweile von weit her, um in Etzenricht dabei zu sein.

Ganz besondere etablierte Anlaufstellen sind in jedem Jahr der FU-Stand mit Eingemachtem und die Cafeteria mit den besonders schmackhaften und tollen Torten und Kuchen an der wohl „wohl längsten Kuchentheke“, wie sie gerne liebevoll tituliert wird.

Im Laufe der Jahre breitete sich das Geschehen fast auf das gesamte Schulgebäude aus, nur die Klassenzimmer waren für die Nutzung außen vor.

Bei jedem der 30 Wochenenden wurde auch Gelder eingenommen, die an Vereine und Institutionen gespendet wurden, was unter dem Strich mehrere tausend Euro ergab, mit denen die Etzenrichter Frauen-Union viel Gutes tun konnte.

FU-Vorsitzende Renate Müller bedauert es sehr, dass dies alles heuer nicht möglich ist. „Die Sicherheit der Aussteller und der Besucher geht in diesem Fall vor und wir, die Vorstandschaft und somit das arbeitende Volk bei der Veranstaltung, sind mittlerweile auch älter geworden und es sollte Niemand einer unnötigen Gefahr ausgesetzt werden.“

Wir hoffen, dass es im nächsten Jahr wieder anders ausschaut und sämtliche Jubiläumsveranstaltungen des Jahres 2020 - und das waren im Zeichen von 750 Jahre Etzenricht nicht wenige - nachgeholt werden können.“

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Schon bei der allerersten Hobbykunst-Ausstellung der Etzenrichter Frauen-Union war der Besucherandrang groß und mit fast 300 Gästen übertraf es allen Erwartungen der damaligen Vorstandschaft.

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Im Jahr 1997 war klar, die Räume des Pfarrheims reichen nicht mehr aus, um sowohl den Ausstellern und auch den Besuchern gerecht zu werden.