Über 200 Gäste, eine neue Partyband und zwei Showtanzgruppen ließen es beim Schwarz-Rot-Gold-Ball in Etzenricht ordentlich krachen.
Eine gelungene Veranstaltung mit Musik von "D’Übler Boum" und humorvollen Auftritten des Sportvereins.
Der Fasching ging in die Zielgerade und machte am Samstagabend Halt in der Turnhalle der Etzenrichter Ludwig-Meier-Schule. Der passend und bunt dekorierte Raum füllte sich zur Freude der Veranstalter gleich nach der Eröffnung. Mehr als 200 Tickets waren verkauft worden. Die Feier, seit 2017 von den drei im Gemeinderat vertretenen Parteien CSU, UPW und SPD organisiert, besitzt in der Ortschaft ein Alleinstellungsmerkmal.
Neu und ebenfalls ein Zugewinn war die Band. Erstmals traten die vier jungen Burschen aus Wolfsbach mit dem Bandnamen „D’Übler Boum“ auf und sorgten mit Fleiß und Können für eine tolle Stimmung, vor allem bei den jüngeren Ballbesuchern. Das Repertoire der familiär verbundenen Partyband reichte von Ballermann-Hits bis zu eingängigen ABBA-Nummern. Ihr Motto lautete: „Wir wollen die Leute sehen, wie sie Spaß haben, das ist doch das Schönste.“ Das Publikum belohnte das Engagement von Moritz, Louis, Marco und Paul mit viel Applaus. Eine Verpflichtung für die nächste Auflage ist nicht ausgeschlossen.
Vor Mitternacht boten zwei Showtanzgruppen des Sportvereins einen Kontrast. Die Gruppen bestanden aus Männern, sowohl aktiven als auch passiven Fußballern, die nach Alters- und Gewichtsklassen aufgestellt waren. Der erste Teil, den man mit „Der Flug in die Karibik“ überschreiben könnte, wurde von Flugkapitän Andreas Paul in einer Paraderolle eröffnet. In dezenter Stewardesskleidung und kräftig geschminkt, untermalt von Reinhard Meys „Über den Wolken“, zeigten die teils vollschlanken Darsteller ungeahnte tänzerische Fähigkeiten. Das Show-Team mit gesetzterem Alter sowie die nachfolgende Gruppe der Kicker aus der Bezirksligaelf wurden offensichtlich ideal von Maria Schiesl, Tanja Herrmann und Petra Konrad choreografisch vorbereitet.
Verkleidet als „Lifeguard“ in einem roten Baywatch-Outfit balancierte die Truppe ihren „Captain Andy“ gekonnt mit einem Surfbrett über die Tanzfläche. Auch die Jungs bewiesen anschließend bei ihren zum Teil synchron aufgeführten Tanzeinlagen reichlich Talent und Fantasie. Begleitet von Applaus zeigten sie nach den Vorführungen „in Grazie und Anmut“ schließlich ihre „Astralkörper“. Auf Wunsch der Gäste traten sie gemeinsam mit den Stewardessen zu einem weiteren Tanz an. Die „Jury“ vergab die bestmöglichen „B-Noten“ für den künstlerischen Ausdruck.
Das Angebot an Masken war vielfältig und individuell. Der Fraktionssprecher der SPD, Rudolf Teichmann, fasste den Abend so zusammen: „Eine gelungene Veranstaltung mit typischer Partymusik. Die Kostüme waren sehr vielseitig und ansprechend, die Gäste überdurchschnittlich jung, und die Auftritte der SVler waren genial.“ Bürgermeister Martin Schregelmann freute sich über die neu verpflichtete Band und die reibungslose Zusammenarbeit der drei Parteien. Den Barbetrieb leitete TC-Chef Martin Moller mit seiner Crew.